64bit

Sind Sie bereit? Brauchen Sie es schon?

Schon über viele Jahre hinweg nutzen wir 32Bit-Systeme, die die 8- und 16Bit-Systeme abgelöst haben.

Erinnern auch Sie sich noch an Zeiten, in denen ein Server mit 256MB RAM über ausreichende Kapazitäten verfügte?

Alles lief schnell, einfach und stabil.

Aber hin und wieder hat sich bestimmt der Wunsch nach einer bestimmten Funktion oder Möglichkeit gemeldet. Diese Wünsche - Ihr Nutzen - sind  nach und nach in die Systeme implementiert worden, sodass sie immer mehr Ressourcen brauchten...

Doch bei 32Bit-Systemen ist mit 2GB RAM eine gewisse Grenze erreicht, die nur mit Tricks und Kniffen zur Nutzung von 3 oder 4GB überredet werden kann, wobei - trotz physikalischer Anwesenheit und /3GB- und/oder /PAE-Schalter in der boot.ini - nicht auf die volle Kapazität zugegriffen werden kann.

Bei 4GB  reserviert sich das Betriebssystem per Default die ersten 2GB, sodass für Anwendungen nur noch 2GB übrig bleiben, oder aber, das System arbeitet im 1GB/3GB-Modus.

Doch selbst mit den gesetzten Schaltern und hochwertigen RAM-Riegeln kann es zu Problemen kommen: Hin und wieder werden Treiber nicht richtig geladen, oder das OS verweigert komplett den Start!

Oft kann man sich noch mit dem Schalter /Userva=2900 behelfen, aber so richtig stabil und sicher "fühlt" sich auch das nicht an...

Der offensichtlichste Vorteil von 64Bit-Systemen liegt also im adressierbaren Arbeitsspeicher - und das kommt besonders bei Temen wie z.B. der Server-Virtualisierung zum tragen.

Wer nun um 4, 8, 16GB und mehr in Server oder Arbeitsplatzrechner nicht mehr herumkommt, wird sich automatisch mit den 64Bit-Systemen konfrontiert sehen. Die theoretische Grenze des adressierbaren Speichers liegt übrigens bei 2^64 - also 18EB (Exa-Byte) - oder: 18 Milliarden Giga-Byte:

 1Byte

 8Bit

 1Kilo-Byte (KB)

 1.024Byte

 1Mega-Byte (MB)

 1.024Kilo-Byte

 1Giga-Byte (GB)

 1.024Mega-Byte

 1Tera-Byte (TB)

 1.024Giga-Byte

 1Peta-Byte (PB)

 1.024Tera-Byte

 1Exa-Byte (EB)

 1.024Peta-Byte

Offenbar wird es noch geraume Zeit dauern, bis auch diese Grenze erreicht wird...

Zunächst ist die eingesetzte Hardware entscheidend, ob ein 64Bit-Betriebssystem genutzt werden kann - also: Mainboard mit Chipsatz und eingesetzter CPU. Jedoch benötigt weitere Hardware - selbst dann, wenn sie in den 32Bit-Steckplätzen verbaut sind - funktionierende 64Bit-Treiber.

Auch genutzte Peripherie-Geräte, wie Drucker, Scanner oder Eingabegeräte müssen über entsprechende Treiber verfügen.

Schlussendlich muss nun auch die genutzte Software (Office, Virenscanner, PDF-Writer, CAD...) auf einem 64Bit-System installierbar sein, wenn sie nicht schon extra für 64Bit programmiert wurde. Dies gilt gerade in Hinblick auf die Terminalserver zu beachten.

Weiter gedacht wird bestimmte Software - wie z.B. der Exchange Server 2007 - ausschließlich auf einem 64Bit Server-OS laufen können (die 32Bit-Version ist aus-schließlich Testumgebungen vorbehalten und ist in Produktiv-Umgebungen nicht einsetzbar!)

Wie Sie sehen, ist 64Bit-Technologie noch nicht unbedingt reibungslos einsetzbar, jedoch auch kein Science-Fiction mehr. Wenn auch Sie eine 64Bit-Umgebung auf aktuellen Systemen planen, können Sie sich unserer Unterstützung sicher sein - fordern Sie uns!